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Ein Zeitarbeitsunternehmen kündigte mit Schreiben vom 16.11.2017 einen Leiharbeitnehmer (LAN) fristgerecht zum 31.12.2017. Mit einem weiteren Schreiben vom 16.11.2017 bot das Zeitarbeitsunternehmen demselben LAN eine Wiedereinstellung zum 02.04.18 zu gleichen Bedingungen an. Das Zeitarbeitsunternehmen begründete die Kündigung damit, dass ihr Hauptkunde (98% der Personaleinsätze) eine Weiterbeschäftigung aller LAN, deren Überlassung 9 Monate oder mehr beträgt, ablehnt.
Der Kunde begründete seine Entscheidung u.a. damit, dass durch die Gleichstellung der LAN bei der Vergütung deutlich höhere Kosten entstehen würden. Dies sei aufgrund der Wettbewerbssituation und den niedrigen Margen in der Lebensmittelbranche nicht tragbar.
 
Für das Zeitarbeitsunternehmen handelt es sich um einen erheblichen Zeitraum, in dem es für den LAN keine Einsatzmöglichkeiten gebe.
 
Das ArbG Mönchengladbach hat entschieden, dass die Kündigung gemäß § 1 Abs. 2 KSchG sozial ungerechtfertigt ist.

Quelle:
http://www.justiz.nrw.de/nrwe/arbgs/duesseldorf/arbg_moenchengladbach/j2018/NRWE_ArbG_M_nchengladbach_1_Ca_2686_17_Urteil_20180320.html